Während einer Psychotherapie wird ein depressiver Patient von einem qualifizierten Psychotherapeuten behandelt. Bei einer psychotherapeutischen Behandlung finden Gespräche üblicherweise einmal pro Woche im Zeitraum von mehreren Monaten statt.
Es gibt mehrere Arten von Psychotherapien. Zur Behandlung von Depressionen stehen die folgenden Formen zur Verfügung, die in der Nationalen Versorgungsleitlinie S3 (Stand: 12/2009) für verschiedene Bereiche empfohlen werden:
- Kognitive Verhaltenstherapie: Dabei steht die Veränderung von Gedanken und Verhaltensweisen, die die Depression fördern, im Mittelpunkt. Mit verschiedenen Übungen und Anregungen geht des Therapeut dabei auf den Patienten ein und zeigt ihm Wege, wie durch eigenes Handeln die Depression gebessert werden kann.
- Interpersonelle Therapie: Bei dieser Therapieform werden Depressionen im Zusammenhang zu den Beziehungen gesehen, die der Patient zu anderen Menschen hat. Diese Therapieform wird in Deutschland im ambulanten Einsatz nicht erstattet.
- Tiefenpsychologisch fundierte Kurzzeittherapie: Diese Art der Therapie beruht auf der Annahme, dass Depressionen auf einem inneren oder unbewussten Konflikt des Patienten beruhen und nähert sich der Lösung von dieser Seite.
- Klassische Psychoanalyse: Sie nimmt an, dass für eine Depression mehrere seelische oder unbewusste Konflikte verantwortlich sind und die Krankheit ausgelöst haben.
- Gesprächspsychotherapie: Dabei sollen durch das verständnisvolle und unterstützende Gespräch mit dem Psychotherapeuten Probleme gelöst und das Wohlbefinden gesteigert werden. Diese Therapieform wird ebenso wie die Interpersonelle Therapie in Deitschland in der ambulanten Behandlung nicht erstattet.