Oft kommt es vor, dass junge Mütter kurz nach der Geburt in ein Stimmungsloch fallen. Fast drei Viertel fühlen sich dann grundlos traurig
und deprimiert, haben Schlafschwierigkeiten und andere Symptome, die an eine Depression erinnern. Bei den meisten Müttern klingt dieser Zustand - auch "Babyblues" genannt - etwa zehn Tage nach der Geburt wieder von selbst ab.
Studien zeigen jedoch, dass jede zehnte Frau nach der Geburt ihres Kindes eine so genannte postpartale Depression erlebt. Bei dieser Form der Depression fühlen sich Frauen entkräftet, gereizt und sehr oft auch überfordert mit ihrer neuen Rolle als Mutter. Die Betroffenen haben außerdem oft das Gefühl, nicht gut genug für ihr Kind zu sorgen, eine "schlechte Mutter" zu sein: Solche Selbstanklagen sind typisch für postpartale Depressionen und treten oft gemeinsam mit einem Schamgefühl auf, sich "nicht genug zu freuen" über das eigene Kind.
Hilfe bei akuten Fragen zu postpartalen Depressionen und emotionalen Krisen nach der Geburt bietet das Bündnis Depression. Dort finden Sie weiterführende Informationen und weitere Anlaufstellen.