Depression – was tun? Oft erfordern Depressionen den Besuch beim Arzt oder Psychotherapeut. Deprexis hilft Ihnen, sich darauf gut vorzubereiten.
Ausgeprägte Depressionen erfordern oft den Besuch beim Arzt oder Psychotherapeut. Je besser Sie sich auf diesen Besuch vorbereiten, umso wahrscheinlicher erhalten Sie die Behandlung, die Sie benötigen. Dazu gehört z.B., die eigenen Beschwerden möglichst präzise zu beschreiben, sich schon vor der Untersuchung zu informieren und im Gespräch Fragen zu stellen. Auf diese W
eise können Sie zu einem partnerschaftlichen Verhältnis zu Ihrem Arzt beitragen, was sich positiv auf Ihren Behandlungserfolg auswirken kann.
Die Inhalte, die Sie hier erhalten, basieren auf den Forschungen zur "Partizipativen Entscheidungsfindung" von Prof. Dr. Dr. Martin Härter. Diese gemeinschaftliche Entscheidungsfindung zwischen Arzt und Patient wird in der aktuellen Behandlungsleitlinie für Depression von führenden Gesundheitsexperten empfohlen. Ausführlichere Informationen und noch mehr Arbeitsmaterial dazu finden Sie auf www.patient-als-partner.de.
Drucken Sie sich die PDF-Dokumente, die Ihnen hier angeboten werden, am besten aus und nehmen Sie sie zur Untersuchung mit. Mit Hilfe dieser Dokumente wird es Ihrem Arzt oder Therapeuten umso leichter fallen, Sie optimal zu diagnostizieren und zu behandeln. Dabei kann auch dieser kostenlose Screener hilfreich sein.
Die Vorbereitung auf das erste Gespräch mit Ihrem Arzt oder Psychotherapeuten besteht im Wesentlichen aus folgenden Punkten:
Für Ihren Arzt ist die Beschreibung Ihrer Beschwerden eine wichtige Information, auf der die weitere Behandlung aufbaut. Ebenso ist es hilfreich zu wissen, was eventuell zu den Beschwerden geführt hat, was Sie selbst schon gegen Ihre Depressionen tun, ob Vorerkrankungen vorliegen, etc.
Vorbereitung auf die Untersuchung
Drucken Sie sich diese Checkliste am besten aus und nehmen Sie sie ausgefüllt zum Arzt mit.
Deprexis gibt Ihnen fundierte Antworten auf die häufigsten Fragen rund um das Thema Depression. Zum Beispiel: Wie entstehtdie Krankheit? Warum sollte sie behandelt werden? Und welche Möglichkeiten gibt es? Dabei erfahren Sie, welche Wege aus der Depression es für Sie geben kann.
Darüber hinauf gibt zahlreiche weitere Angebote, bei denen Sie sich informieren können, was Sie bei Depressionen tun können. Anlaufstellen und Literaturtipps sind z.B.:
Daneben gibt es noch viele weitere Quellen, z.B. Bücher, andere Seiten im Internet, Fernsehbeiträge und Artikel in Zeitschriften.
Fundierte Informationen über Depressionen und was Sie dabei tun können, finden Sie auch auf den Internet-Seiten Ihrer Krankenkasse. Ausführliche Anregungen dazu bieten z.B. folgende Kassen auf ihren Online-Auftritten:
Um zu unterscheiden, welche Quellen geeignet sein könnten und welche nicht, können Sie die Quellen anhand einer Checkliste kritisch bewerten. Anhaltspunkte sind:
Um die optimale Behandlung zu bekommen ist es hilfreich, möglichst genau zu wissen, was Sie sich von Ihrer Behandlung erhoffen. Fragen Sie sich zum Beispiel: Was will ich gegen meine Depressionen tun? Und was will ich erreichen? Möchte ich meine Beschwerden einfach loswerden oder möchte ich verhindern, dass sie noch einmal auftreten? Dazu können noch andere Wünsche kommen: Möchte Sie Medikamente nehmen? Oder möchten Sie lieber auf anderem Wege versuchen, Ihre Beschwerden loszuwerden?
Schreiben Sie sich dazu einige Notizen auf und nehmen Sie diese am besten auch zum Arzt oder Therapeut mit. Dieses Dokument kann Ihnen dabei helfen. In diesem Arbeitsbogen können Sie Ihre Ziele für die Behandlung festhalten, die Alternativen (und ihre Vor- und Nachteile) und was für Sie am besten passen könnte.
Die richtige Behandlung wählen
Es kann durchaus sein, dass Sie die eine oder andere Frage nicht sofort beantworten können. Das sind genau die Dinge, die Sie dann mit Ihrem Arzt oder Therapeut besprechen können.
Je aktiver Sie sich an dem Gespräch mit Ihrem Arzt oder Therapeut beteiligen, umso mehr tragen Sie zu einer guten Behandlung Ihrer Depression bei. Dazu gehört auch, Fragen an Ihren Arzt oder Psychotherapeuten zu stellen.
Überlegen Sie auch hierzu vorher: Was möchten Sie wissen? Z.B. etwas über die möglichen Therapieformen? Wie wirksam sind die Behandlungen? Gibt es Alternativen? Was ist mit Nebenwirkungen?
Anhaltspunkte für mögliche Fragen, die Sie von Ihrem Arzt beantwortet haben möchten, kann Ihnen diese Liste geben:
Fragen für den Arzt-/Psychotherapeutenbesuch
Drucken Sie sich auch diese Liste am besten aus und nehmen Sie sie zum Termin mit. Haben Sie keine Scheu davor, auch Ihrem Therapeuten oder Arzt Fragen zu stellen. Es hat sich in langjähriger Erfahrung gezeigt: Patienten, die gut vorbereitet sind, können zusammen mit ihrem Arzt ganz gezielt auf eine gemeinsame Entscheidung hinarbeiten.