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Veranlagung zur Depression

Es wird aufgrund von Studienergebnissen angenommen, dass es genetische Faktoren gibt, die das Auftreten einer Depression begünstigen. Diese können sich zum Beispiel so auswirken, dass Betroffene auf belastende Situationen empfindlicher reagieren als andere Menschen.

Allerdings ist noch nicht wissenschaftlich geklärt, wie diese genetischen Faktoren aussehen: Es wurde jedenfalls noch nicht das eine, bestimmte "Depressions-Gen" gefunden. Eher geht man davon aus, dass es eine Kombination verschiedener genetischer Merkmale gibt, die die Anfälligkeit für eine Depression mehr oder weniger begünstigen können.

Wenn innerhalb der eigenen Familie Fälle von Depression aufgetreten sind, dann liegt die Wahrscheinlichkeit, dass man selbst einmal darunter leiden könnte, nach einschlägigen wissenschaftlichen Studien bei etwa 20%. Bei eineiigen Zwillingen ist die Wahrscheinlichkeit sogar noch höher: Leidet einer der beiden Zwillinge unter Depressionen, dann wird der andere mit einer 40%igen Wahrscheinlichkeit im Laufe seines Lebens auch einmal daran erkranken.

Im Unterschied zu dieser vererbten Veranlagung sprechen Wissenschaftler manchmal auch von einer erlernten Veranlagung. Diese Art von Veranlagung kann zum Beispiel durch traumatische Erlebnisse während der eigenen Kindheit ausgelöst werden.